AllgemeinThemenmonat

Teambuilding – Gemeinsam zum Erfolg

Wir kennen es alle: In der Schule bekommen wir gesagt, dass Teambuilding das A und O für die spätere Zukunft ist, dass wir auch lernen müssen mit Leuten zusammenzuarbeiten, die unsere Interessen nicht teilen und dass wir nur als Team durch die Schulzeit kommen. Rückblickend kann man sagen, dass diese Aussagen eine der wenigen waren, die wirklich auf das spätere Berufsleben zugetroffen haben. Denn wenn uns 2020 eins gelehrt hat, dann dass man Krisen nur gemeinsam bewältigen kann. Wir bei PlakatQuadrat sprechen ja nun bekanntlich zwei verschiedenen Branchen an – die Bau- und die Werbebranche. Wir haben uns nun gefragt, wie sich die Teamarbeit in den beiden Branchen unterscheidet, ob es überhaupt Unterschiede gibt und wie wir als Team noch stärker werden können.

Büroarbeit ist Teamarbeit 

Viele Menschen haben ein bestimmtes Szenario im Kopf, wenn sie an das Arbeiten in einem Büro denken: Jeder sitzt an seinem Schreibtisch, man schaut konzentriert auf seinen Bildschirm, alle schweigen sich an und zwischendurch hört man das Schlürfen von Kaffee. Aber ist das wirklich alles was in einem Büro passiert? 

Naja, viel Kaffee wird definitiv getrunken und der Großteil der Arbeit findet vor dem Computer statt. Aber es gehört noch soviel mehr dazu! Nehmen wir uns bei PlakatQuadrat als Beispiel. Wir beschäftigen uns mit Gerüstwerbung, was bedeutet, dass wir sowohl mit der Werbebranche als auch mit der Baubranche zusammenarbeiten. Und das findet nicht allein am Schreibtisch statt, sondern gemeinsam als Team. Wir besprechen in Meetings regelmäßig die neusten Themen, stellen uns gegenseitig Projekte und Ideen vor, an welchen wir gearbeitet haben, müssen Kundentermine wahrnehmen, Telefonate führen und vieles mehr. Jetzt mag sich der ein oder andere fragen, was das mit Teamarbeit zu tun hat. Dadurch, dass wir alle verschiedene Aufgaben bewältigen, müssen wir uns aufeinander verlassen können! Jeder Einzelne von uns ist von großer Wichtigkeit, da jeder durch seine Persönlichkeit und seine Arbeitsweise eine wichtige Rolle im Team übernimmt: Wir brauchen jemanden, den wir um Unterstützung bitten können, der uns mit Rat und Tat zur Seite steht, der uns aufbaut, wenn es mal nicht so gut läuft und der die Erfolge mit einem feiern kann. Denn wir haben im vergangenen Jahr gelernt: In guten Zeiten schafft man vieles auch allein, aber es sind die herausfordernden Zeiten, in denen man als Team zusammenhalten muss. Und genau das macht den Erfolg am Ende aus. 

Wie werden wir zum Team?

Was ein Team ausmacht haben wir nun besprochen. Aber wie wird man zu einem Team beziehungsweise was macht ein gutes Team aus? Hier sind einige Anhaltspunkte, die in einem funktionierenden Team ausschlaggebend sind. 

  • Kommunikation: Eine offene und ehrliche Kommunikation zwischen allen Beteiligten ist die wichtigste Voraussetzung für ein funktionierendes Team. 
  • Größe: Ihr müsst für Euer Konzept herausfinden, was die perfekte Teamgröße ist. Es kann auch hilfreich sein, ein großes Team in mehrere kleine Teams zu unterteilen. 
  • Verantwortlicher: Es ist hilfreich, eine verantwortliche Person zu haben, die das Team leitet. So können Konkurrenzkämpfe und Unstimmigkeiten vermieden bzw. schnell gelöst werden. 
  • Anerkennung: Die Wertschätzung jedes Einzelnen ist ausschlaggebend. Jeder hat eine andere Persönlichkeit. Auch wenn es so zu Reibereien kommen kann, ist es entscheidend, dass sich jeder individuelle Charakter willkommen fühlt. 
  • Fehler: Jeder macht Fehler. Wichtig ist, dass diese erkannt und analysiert werden. 
  • Zeit: Zeitmanagement muss vorhanden sein. Auch wenn jeder zu Wort kommen möchte, muss irgendwo ein Schlussstrich gezogen werden.

Gemeinsame Aktivitäten außerhalb der Arbeit können ebenfalls hilfreich sein, unabhängig davonob das Team seit Jahren zusammenarbeitet oder frisch gegründet wurde. Gemeinsam abzuschalten und sich mal nicht nur über die Arbeit auszutauschen, kann sehr wichtig für ein Team sein. 

Stichwort „Vertrauen“ 

Kein Team funktioniert ohne Vertrauen – doch diese kann ganz unterschiedlich aussehen. Wenn man die Baubranche betrachtet, kann man sehen, dass sich das Vertrauen besonders auf die gegenseitige Sicherheit bezieht. Ich muss meinen Teammitgliedern vertrauen können, dass sie das Gerüst so aufgebaut haben, dass es nicht zusammenbricht, sobald ich es betrete. Ich muss wissen, dass Maschinen gesichert sind, dass alle Vorsichtsmaßnahmen getroffen wurden, die zur Festigung notwendig sind. Solch ein Vertrauen muss über Zeit aufgebaut und erarbeitet werden. Aber auch hier gilt: Allein kommt keiner weit. 

Wenn man überwiegend in Büroräumen tätig ist, wie beispielsweise in einer Werbeagentur, spielt Sicherheit ebenfalls eine große Rolle, jedoch geht es hier um eine andere Art von Sicherheit. Wie bereits thematisiert, gibt es verschiedene Arbeitsbereiche, die von unterschiedlichen Personen abgedeckt werden. Alle Bereiche gehen jedoch Hand in Hand. Ich muss also allen Kleinteams vertrauen können, dass diese ihre Arbeit zum Bestmöglichen absolvieren, damit ich meine Arbeit ohne Erschwernis ausführen kann. Wenn ein Teammitglied keine 100 Prozent gibt, ist es den anderen schwer möglich das optimale Ziel zu erreichen. 

Zwei Arten von Vertrauen, zwei Arten von Sicherheit – beide basieren auf einem funktionierenden Team. 

Wir wollen ein Team werden!

Wenn Du gerade ein neues Team gegründet hast, Dein bestehendes Team näher zusammenbringen möchtestoder einfach eine neue Methode zum Thema Teamwork kennen lernen möchtest, haben wir hier genau das richtige für Dich!

Das GRIP-Modell

Das GRIP-Modell ist ein Prozessmodell, welches zur Optimierung der Teamarbeit eingesetzt wird. Durch die Faktoren goals, roles, process und interaction soll gelernt werden, als Einheit, also als Team, zu denken und zu agieren. Jeder Punkt enthält eine Frage, die beim Erreichen des Ziels helfen soll. 

Goals: Wer kommuniziert was „nach oben“? 

Roles: Wer übernimmt die Verantwortung für welche Aufgabe? 

Process: Welche „Spielregeln“ brauchen wir, um uns als Team wohlzufühlen? 

Interaction: Dieser Punkt ist die Zusammenführung der drei zuvor genannten Fragen, also der aktive Austausch über die individuellen Antworten. 

Die Antworten auf die Fragen sollten dokumentiert und regelmäßig überarbeitet werden. So ist es möglich,Veränderungen bzw. Fortschritte innerhalb des Teams festzustellen. Anzuwenden ist die Methode auch, wenn es darum geht, neue Projekte zu planen und verschiedene Teams zusammenkommen. Bei jedem neuen Auftrag im Bereich „Gerüstwerbung“ arbeiten unterschiedliche Teams zusammen, sowohl aus der Werbe- als auch aus der Baubranche. So kommen oft neue Konstanten zustande. Aufgrund dessen ist es wichtig, die Teamarbeit regelmäßig zu reflektieren. 

Thuckmanns Phasenmodell

Gerade bei der Neubildung von Teams kann diese Methode hilfreich sein. Das Team durchläuft fünf Phasen, um herauszufinden, wie man am effektivsten zusammenarbeiten kann.

Forming

Unsicherheiten sollen durch das Festlegen einer gemeinsamen Zielvorstellung genommen werdenWas muss jeder Einzelne tun, damit sich jeder in seiner zugewiesenen Rolle wohlfühlt? 

Storming

Hier handelt es sich um die Konfliktphase. Durch die vielen verschiedenen Meinungen, die aufeinandertreffen, kann es schnell zu Missverständnissen und Streit kommen. Treten diese auf, sollen sie nicht unterdrückt, sondern ausdiskutiert werden.  Die Teamleiter bzw. die Führungskräfte müssen mit Disziplin und Deeskalation helfen. 

Norming

In dieser Phase sollen die zuvor aufgetretenen Konflikte gelöst werden. Durch verschiedene Kommunikationstechniken oder das zuvor genannte GRIP-Modell sollen die Teamleiter für Streit- bzw. Konfliktschlichtung sorgen. Das Ziel ist es, eine gemeinsame, von allen akzeptierte Lösung für das Problem zu finden. 

Performing 

Die verschiedenen Rollen im Team werden hier herauskristallisiert. Wer übernimmt welche Aufgabe, wer kann was besonders gut? Die Beziehungen untereinander sollen stabilisiert und ausgebaut werden.

Adjourning 

Dies ist die Auflösungsphase der Teams, beispielsweise wenn ein Projekt beendet ist. Hier ist die abschließende Besprechung und Dokumentation der Zusammenarbeit ausschlaggebend. 

Wir halten also abschließend fest: Egal in welchem Bereich – Teamarbeit und Zusammenhalt sind ausschlaggebende Faktoren in einem Betrieb. Keiner kann erwarten, dass ein Team über Nacht perfekt funktioniert, durch Teambuilding-Methoden können die Prozesse aber unterstützt werden. Deswegen lohnt es sich, Zeit und Geduld in den Aufbau eines Teams zu stecken, denn wie Dr. Allan Fromme gesagt hat: „People have been known to achieve more as a result of working with others than against them.“ 

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