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Als Gründer durch die Krise – Im Interview mit Lars Schüller

2020 war für uns alle ein herausforderndes Jahr, mit einigen Höhen aber auch vielen Tiefen. Jedoch habe ich es, zusammen mit meinem Team von PlakatQuadrat, geschafft, auch in den schwierigen Zeiten einen klaren Kopf zu bewahren. In solch einer Krise steht bei einem jungen Gründer wie mir alles auf dem Spiel. Daher möchte ich Euch an meinen Gedanken und Erlebnisse aus dieser Zeit teilhaben lassen. 

Beschreibe Dein Jahr 2020 in drei Worten.

Ich fang mal nicht mit dem schlimmsten Wort an. Ich glaube das wichtigste Wort war für mich Optimismus. Als zweite würde ich das Wort Chance nennen. Als drittes muss ich, auch wenn es keiner mehr hören kann, das Wort Corona nennen.

Wie konntest Du Dich jeden Tag dazu motivieren aufzustehen und weiterzumachen?

Das fiel mir tatsächlich relativ leicht, denn ich und mein Team sind absolut von der Idee überzeugt, die hinter unserer Vision steckt. Gerade das hat uns die Krise nochmal verdeutlicht. Wenn man die letzten Monte Revue passieren lässt, bieten das am Ende des Tages auch Chancen. Ich habe gemerkt, wie wichtig es ist, die Zeit effektiv zu nutzen, um Prozesse und Strukturen hinterfragen zu können oder am Ende des Tages zu optimieren. Man hat gesehen, dass das Thema Digitalisierung einen unfassbaren Schub bekommen hat und dementsprechend habe ich die ganze Situation eher als Möglichkeiten gesehen, viele Dinge zu verändern. Dementsprechend fiel es mir nicht schwer, mich zu motiviert. 

Welche Gedanken hat ein Familienmensch, der als Gründer in der Aufbauphase eines Startups steckt und sich plötzlichen gegen eine weltweite Pandemie schlagen muss?

Ja, ich glaube, so Mitte März war zum ersten Mal der Zeitpunkt, wo das Thema Corona dann doch immer präsenter wurde. Man hatte anfangs großen Respekt sowohl vor den Auswirkungen als auch auf gesundheitlicher Basis. Jedoch habe ich als Gründer natürlich auch Respekt vor den wirtschaftlichen Schäden, die bisher entstanden sind, aber in Summe natürlich auch noch entstehen werden. Das ist eine Frage der Zeit und für mich war glaube ich die erste Woche ziemlich hart, auch vom Kopf her. Ich musste das erst mal ein bisschen verdauen, da ich schon Angst hatte, dass das, was ich mir die letzte Zeit hart erarbeitet und aufgebaut habe, starke Schäden nehmen könnte. Aber am Ende des Tages muss man die Zeit so nehmen wie sie ist. Man kann es ja auch nicht ändern. Ich glaube wichtig ist, dass man seinen Beitrag leistet, sodass das Virus so schnell wie möglich eingedämmt werden kann. Aber am Ende des Tages muss man sich selber resetten, um somit gestärkt aus der Krise rauszugehen. Ansonsten war es so, dass man sich selbstverständlich auch im Freundes- und Unternehmerkreis viel über das Thema ausgetauscht hat und sich gegenseitig zu einem positiven Mindset verholfen hat. Man hat sich gegenseitig gepusht, denn wir haben alle gemerkt, dass es gar nichts bringt den Kopf in den Sand zu stecken. Das hat mir und auch meinem Team extrem geholfen. 

Was ist Dein größtes Learning, was Du aus der Zeit mitgenommen hast? 

Eigentlich war es der ganz platte Satz „never give up!“. Corona bedingt leben wir in Zeiten, in denen man unglaubliches Durchhaltevermögen beweisen muss. Es gibt viele Unternehmer, die den Kopf in den Sand stecken und nur noch die Einstellung verkörpern „Das wird eh nichts mehr.“. Ich habe die Haltung, dass mir solch ein Denkverhalten nicht weiterhelfen wird und ich somit einfach an dem festhalten muss, was ich mir aufgebaut habe und mir für die Zukunft erhoffe. Meine Frau sagt mir jedoch immer, dass ich ein sehr optimistischer Mensch bin, das hat mir selbstverständlich bei dieser Denkweise sehr weitergeholfen. Ich denke, dass dies eine grundlegende Tugend ist, die mir in solchen Zeiten weitergeholfen hat. Am Ende habe ich aber auch von dem Austausch mit anderen Gründern und Kollegen profitiert, denn die standen ja am Ende vor dem gleichen Problem beziehungsweise vor der gleichen Herausforderung. Das ist ebenfalls ein wichtiges Learning: der Zusammenhalt in der Zeit war extrem wichtig für die positive Einstellung und so für die Motivation weiterhin hart zu arbeiten. So langsam sehen wir ja zum Glück auch wieder Licht am Ende des Tunnels. 

Das komplette Interview könnt ihr Euch als Video auch auf unserem YouTube Kanal anschauen.

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