AllgemeinInterviews

Interview mit Hendrik Gottschalk von getbaff

Für unser nächstes Interview zum Thema Digitalisierung habe ich mich mit Hendrik Gottschalk, dem Gründer und Geschäftsführer von der getbaff GmbH, zusammengesetzt. Dabei hat er mir berichtet, was hinter seiner Firmenidee steckt, was seine Oma mit Digitalisierung zu tun hat und welche digitale Erfindung seiner Meinung nach eine der Besten ist. Ich habe das Interview mit Hendrik live aufgenommen, welches Ihr auf unserem YouTube Kanal finden könnt.

Stell Dich unserer Community bitte einmal kurz vor.

Mein Name ist Hendrik Gottschalk, ich bin 30 Jahre jung, komme aus dem wunderschönen Dorsten. Wir haben getbaff vor circa drei Jahren gegründet, um die analoge und die digitale Welt auf eine neue innovative und vor allem skalierbare Weise miteinander zu verbinden. Dafür nutzen wir die Augmented Reality Technology, um ein wirkliches Erlebnis zu kreieren. Außerdem entsteht für Unternehmen eine skalierbare Lösung auf dem Markt, welche den Prozess und das Erlebnis für den Endverbraucher erleichtert. 

Du sprachst gerade die analoge und die digitale Welt an. Das ist ja für viele Leute erstmal etwas Abstraktes. Was genau versteht man unter diesen Begriffen und kannst Du uns dafür ein praktisches Beispiel geben?    

Ich würde das mal an folgendem Beispiel verdeutlichen. Die Lego VIP-Card ist ein ganz normales haptisches Produkt, welches momentan für jeden auf der Welt verfügbar ist. Das Bild auf der Karte kann innerhalb weniger Minuten auf unsere Plattform geladen werden. Das analoge Bild wird dann sofort mit der digitalen Welt verbunden. Spannend ist daran, dass wir die Oberfläche nicht mehr verändern müssen. Das bedeutet konkret, dass wir keinen QR Code oder NFC Chip benötigen. Es funktioniert alles basierend auf der Bilderkennung. Der Vorteil für Unternehmen ist der, dass sie so verlässliche Daten geliefert bekommen. Für den Endverbraucher wollen wir neben dem Erlebnis jedoch noch andere Mehrwerte kreieren, wie zum Beispiel exklusive Inhalte, die man sofort über das analoge Produkt bekommt. Der Prozess funktioniert über die getbaff App und seit neustem auch über bestehende Applikationen von Kunden über unser SDK. Das ist ein Software Development Kit, was bedeutet, dass ihr unsere Technologie in bereits bestehende Apps integrieren könnt. Für den visuellen Eindruck schaut gerne auf unserem YouTube Kanal vorbei. Dort ist das Interview in Videoform festgehalten. 

Das klingt super spannend, vor allem für die Unternehmen, um dort erstmals neue Anreize zu schaffen und ein neues Story-Telling aufzubauen. Wo siehst Du den größten Mehrwert für den Endkonsumenten?

Aktuell zu Covid-19 Zeiten sehen wir ganz klar, dass der größte Benefit dieser Technologie der ist, dass man persönliche Botschaften wie Nähe, trotz Social Distancing, direkt zum Endverbraucher bringen kann. So holen wir den Endverbraucher ganz anders ab, als mit einem normalen Newsletter. Darüber hinaus gibt es im „normalen Leben“ vielfältige Einsatzmöglichkeiten. Wir haben zum Beispiel Kunden, die unsere Technologie am Point of Sale benutzen, um Produkte selbsterklärend zu machen. Letztendlich stellt sich jedoch immer die Frage „Was ist das Ziel meines Unternehmens?“. 

Das Ganze ist super interessant! Jetzt finde ich natürlich auch das Marketing, was Ihr hinter getbaff aufbaut, sehr interessant. Als Beispiel die Oma Doris, Deine eigene Oma, die Ihr als Art Werbefigur benutz habt. Was hatte es damit auf sich und warum hast Du sie als Vorreiter für das Thema Digitalisierung genutzt? 

Oma Doris sieht sich selbst schon als Maskottchen. Wir haben in den ersten Monaten gemerkt, dass es gar nicht so einfach zu erklären ist, was wir machen. Wir standen dann auf der Bühne bei verschiedenen Pitch Events und am Ende haben die Leute genickt und gefragt: „Ja gut, aber was macht ihr jetzt eigentlich?“. Daraufhin haben wir uns überlegt, wie wir das Thema Digitalisierung so einfach wie möglich an den Endverbraucher bringen können. Oma Doris konnte dies in einfachen Worten erklären und so ist dann das eine zum anderen gekommen. Unsere Technologie einfach zu erklären, war damals die größte Herausforderung für uns. Es ist selbstverständlich sehr schön, wenn man das eigene Business dann auch mit der Familie und seine Liebsten teilen kann. 

Das ist ja super cool so eine Oma zu haben, die sich a. für so ein Thema interessiert und b. dann am Ende auch ein Wegbegleiter wird. Das zeigt dann nochmal, dass Digitalisierung nicht bei der Jugend anfängt, sondern dass dieses Thema alle Generationen beschäftigt und es am Ende des Tages auch jeder nutzen kann. 

Ich denke, dass dies auch der entscheidende Faktor in der Frage ist, was sich in den nächsten Jahren auf dem Markt durchsetzen wird. Holt das Produkt nur die neue Generation, die Generation TIkTok ab, oder werden durch diese Technologien Werte für den Querschnitt der Gesellschaft geschaffen? Und dafür muss es einfach und verständlich sein. 

Also mich habt Ihr überzeugt. Zum Abschluss würde mich jetzt noch interessieren, was Deine liebste digitale Erfindung ist. 

Es gibt natürlich super viele spannende und neue Produkte in den letzten Jahren, die irgendwo dazu beitragen, die Welt ein bisschen einfacher zu machen. Ich bin prinzipiell immer ein Fan davon, wenn es Technologien sind, die beeinträchtigten Menschen in irgendeiner Art helfen. Es gibt eine Firma aus München – munevo Drive – welche eine Smart Glass Applikation auf den Markt gebracht hat, wobei Rollstuhlfahrer über die Kopfsensorik den Rollstuhl bewegen können. Darin sehe ich einen absoluten Mehrwert für die Gesellschaft. Heute werden Dinge machbar, die vor zehn oder fünfzehn Jahren nie möglich gewesen wären.

Das finde ich ein sehr schönes Beispiel, woran man sehen kann, dass gerade in solchen Bereichen etwas geschaffen werden kann, was das ganze Lebensgefühl verschönern kann, trotz der schwerwiegenden Umstände. In diesem Sinne möchte ich Dir danke sagen für Deine Zeit, danke, dass Du unser Interviewpartner warst. Ich wünsche Dir ganz viel Erfolg mit getbaff und mit Oma Doris. Ich denke, Ihr seid auf einem guten Weg! Bleibt gesund, das ist am Ende des Tages das Wichtigste. Alles Gute!

Danke, das wünsche ich dir und deiner Firma PlakatQuadrat auch! 

Tags

Verwandte Artikel

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Back to top button
Close